3. Liga: Starker Kampf zum Abschluss
| 13. Mai 2015

Gespickt mit Spielern mit reichlich Zweit- und Drittliga- und teilweise auch internationaler Erfahrung war die SGSH in die Weserstadt gekommen. Vor der Spielzeit von vielen als Abstiegskandidat gehandelt, verdienten sich die Sauerländer mit starken Auftritten zwischenzeitlich das Prädikat „Überraschungsmannschaft”. Doch dass der ganz sicher geschaffte Klassenerhalt kein Resultat der Unbedarftheit der restlichen Drittliga-Konkurrenz, sondern eines von hoher Qualität im Kader ist, stellten die Gäste auch an vergangenen Samstag unter Beweis.

Das Team von Mathias Grasediek löste sich ab dem 10:9 innerhalb weniger Minuten auf 14:10 und spielte seine ganze Klasse aus, behauptete diesen Vorsprung auch bis zur Pause, obwohl die GWD-Youngsters durch Max Hösl und Christopher Kunisch noch einmal auf zwei Treffer verkürzen konnten. Ein Doppelschlag von Dominic Luciano stellte zum Seitenwechsel den alten Abstand wieder her.

Nach dem Wiederanpfiff warf sich die SGSH durch Achim Hansen, Bruder vom 2007er Weltmeister Torsten Jansen, sogar mit fünf Toren (17:12 in Front. Doch die Abwehrumstellung der Grün-Weißen – weg von der offensiven 3:2:1-Deckung hin zu einer defensiven Ausrichtung mit zeitweiliger Manndeckung gegen den 48 fachen polnischen Ex-Nationalspieler Maciej Dmytruszynski. Das fruchtete. Ehe sich die Gäste auf die neue Abwehrformation eingestellt hatten, konnten die Dankerser durch Artjom Antonevitch, Julien Knickmeier sowie Kapitän Christopher Kunisch und Jannik Jungmann bis zum 19:20 verkürzen.

In der Folge schafften die Grün-Weißen bis weit in die Schlussphase hinein nie den Ausgleich, doch die starke kämpferische Leistung wurde am End trotzdem belohnt. Youngster Tim Wieleing, vor einigen Wochen gemeinsam mit den ebenfalls eingesetzten Joel Birlehm, Mats Korte und Fabian Breuer im Kampf um die Deutsche A-Jugendmeisterschaft im Einsatz, schaffte drei Sekunden vor der Sirene den hochverdienten Ausgleich.

„Christopher Kunisch hätte eigentlich überhaupt nicht spielen dürfen. Aber er hat sich als Kapitän noch einmal in den Dienst der Mannschaft gestellt”, lobte Ernst seinen Spielmacher, der mit fünf Treffern, darunter das wichtige Tor zum 25:25 bester Schütze seines Teams war. Und weiter: „Unsere junge Mannschaft hat sehr gut dagegengehalten.”
Für den zum TV Emsdetten wechselnden Antonevitch hatte das letzte Spiel für GWD II kein gutes Ende genommen. Kurz vor Schluss wurde „Arti” bei einem Wurfversuch gefoult und schied mit einer Schulterverletzung aus.

GWD Minden II: Birlehm, Krieter – Kunisch 5/1, Jungmann 4, Antonevitch 4/2, Knickmeier 3, Hösl 3, Gräfe 2, Korte 2, Wieling 2, Breuer 1, Schneider, Hartwich.

Text: cb

Foto: cb