Bruch nicht repariert bekommen
2. Herren | 10. Mrz 2016

Es sah gut aus. Zunächst aber auch nur. Denn bis zum 9:5 lief es so, wie es sich GWD II-Trainer Markus Ernst gegen die spielstarken Gäste vorgestellt hatte. „Der Ball lief gut und wir haben auch die richtigen Wurfentscheidungen getroffen”, fand der Trainer, dessen Team aus dem zwischenzeitlichen 4:3 in Windeseile die Vier-Tore-Führung herausgeworfen hatte. „Insgesamt war das bis dahin richtig gut”, lobte Ernst, der jedoch ab diesem Zeitpunkt Spielmacher Christoph Kunisch auf die Bank beorderte. Der Grund war einfach: Leichte Knieprobleme beim Mittelmann.

„Da kam so ein kleiner Bruch ins Spiel”, stellte Ernst fest. Eine Auszeit von Korschenbroichs dänische Trainer fruchtete ebenfalls. Die Angriffe des Teams vom Niederrhein wurden nun zwingender und die stete numerische Überlegenheit aufgrund des siebten Feldspielers nutzen die Gäste nun clever – zumeist über ihre linke Angriffsseite. Und zwar immer wieder nach demselben Strickmuster. Kreisläufer Dennis Backhaus positionierte sich zwischen Außen- und Halbverteidiger. Rückraumspieler Michel Mantsch, über die gesamte Spielzeit von den Grün-Weißen nicht zu kontrollieren, machte Druck und kam entweder selber zum Abschluss oder bediente Backhaus. „Da haben wir auf der Außenposition schlecht verteidigt”, fand Ernst klare Worte. Bis zur Halbzeitpause hatten sich die Gäste auf diese Art und Weise sogar mit vier Toren in F4ront geworfen.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gastgeber, dem Spiel noch einmal ein Wende zu geben. Doch spätestens mit dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Jannik Jungmann waren die Hoffnungen auf ein Minimum gesunken. Denn die durchaus bis dahin vorhandenen Möglichkeiten zu verkürzen, vereitelte TVK-Schlussmann Paul Keutmann. Zudem spielte sich die Rogawska-Sieben zunehmend in einen Rausch und gewann am Ende auch in der Höhe verdient.

Text: red

Bild: cb